Bitter – und jetzt: Auswirkungen von Bitterkeit
„… dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch beunruhige und viele durch sie verunreinigt werden;“Hebräer 12,15
Früher habe ich meinem Vater oft beim Unkrautjäten im Garten geholfen. Dabei begegnete mir immer wieder eine spezielle Unkrautform: der Giersch oder Geißfuß. Angeblich haben ihn die Römer bei uns eingeführt, nur auszuführen vermag ihn keiner mehr. Er streckt seine weißen, zerbrechlichen Wurzeln überall hin und „unterwandert" fast jedes Wurzelwerk des Gartens – ein Alptraum für jeden Gartenliebhaber. Die Bitterkeit wird auch mit einer aufsprossenden Wurzel verglichen. Einmal gesät, treibt sie ihre Wurzeln in alle Bereiche und umschlingt jeden Gedanken.
Sie macht aus dem, der sie beherbergt, einen unglücklichen Menschen, denn er vermag sich nicht selbst zu befreien. Bittere Gedanken und eine miese Stimmung sind die Folgen. Damit wird aus dem persönlichen Problem, auch eine „Last" für die Menschen um ihn herum. Da bleibt es nicht aus, dass auch andere damit ansteckt werden. Genau das ist mir auch manchmal mit dem Geißfuß passiert. Wenn ich eine Wurzel fallen ließ oder sie nicht sorgsam entfernte, dann sind dem „Allesumschlinger" weitere Teile des Gartens zum Opfer gefallen.
Gott will, dass der Mensch frei ist. Er will nicht, dass wir gefrustet sind, auch nicht, dass wir andere mit hineinziehen. Gott will uns befreien aus der Gefangenschaft der Bitterkeit.
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