Ich elender Mensch
„Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.“Römer 7,15
Gerade hat die Mutter ihrem Kind verboten, an eine spezielle Schublade zu gehen, weil da etwas Gefährliches drinnen ist. Kaum ist sie zur Türe raus, wird der Kleine wie von mächtigen unsichtbaren Magneten genau in diese Richtung gezogen. Dieses Phänomen scheint eine Art Gesetzmäßigkeit zu sein, die Verhaltensweisen in uns bewirkt, die wir eigentlich gar nicht wollen. Paulus sagt dazu: „Denn nicht das Gute, das ich will, übe ich aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ Wo liegt das Problem? Definitiv nicht beim Gebot, denn dieses ist gut und wichtig.
Aber das Gebot weckt die in mir schlummernde Begierde und den Hochmut, der ruft „Das lass ich mir nicht verbieten!“ Je mehr man sich anstrengt gehorsam zu sein, desto schlimmer versagt man. So lässt das Gebot, das zum Leben gegeben war, den, der es aus eigener Kraft versucht zu halten, verzweifelt und hoffnungslos zurück. Aber dem Aufrichtigen öffnet diese Lektion den Weg in die Freiheit. Er weiß nun, dass nichts Gutes in ihm wohnt und er fängt an, seine Hilfe woanders zu suchen, als in sich selbst. So ruft er schließlich aus: „Ich elender Mensch, wer wird mich retten von diesem Leib des Todes?“ Die Antwort darauf kommt früher oder später, aber sie kommt ganz gewiss, so dass der Geplagte voller Begeisterung ausruft: Ich danke Gott durch Jesus Christus
Im gedruckten weekview LifeCoach steht dieser Impuls auf der Sonntagsseite Deiner Woche – mit Platz für Deine Gedanken, Ziele und die Wochenreflexion.
LifeCoach 2027 ansehen