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← Zurück zum ArchivWo 11 · LifeCoach 2013

Die Macht der Bilder

Woche 11 · 2013 · Sonntag, 24. Februar 2013
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.“
2. Timotheus 3,16

Bilder üben auf den Menschen eine ungeheure Faszination aus und können leicht Macht über ihn erlangen. Am 2.10.2000 zündete ein junger Palästinenser in Deutschland eine Synagoge an, weil er zuvor im Fernsehen gesehen hatte, wie vermeintlich israelische Soldaten den 12-jährigen Mohammed al-Dura erschossen hatten. Die dramatischen Bilder hatten den Mann zu einem Brandanschlag getrieben. Bis heute ist ungeklärt, wie der Junge getötet wurde oder ob er überhaupt starb. Im 2. Gebot verbietet Gott das Bildermachen und verweist gleichzeitig darauf, dass der Mensch sich an die Heilige Schrift halten soll.

Bild und Schrift stehen im Gegensatz zueinander. Das ist kein Zufall. Denn die Dramaturgie des Bildes überwältigt, manipuliert, verführt, ja entmündigt den Menschen. Die Schrift dagegen löst die Sprache des Bildes aus der unmittelbaren Situation heraus und schafft eine Distanz, in der Sachlichkeit und Nüchternheit möglich werden. Was wäre passiert, wenn der Palästinenser einen 2-seitigen Artikel über den Vorfall in Israel gelesen hätte? Es wäre nie zu dem Brandanschlag gekommen. Die Schrift hat die Kraft, die nur scheinbar so klare Sprache des Bildes als Lüge zu entlarven. Gott möchte aus uns mündige, selbständig denkende Menschen machen, die über sein Wort nachsinnen und dadurch befähigt werden, klare Urteile zu fällen

Aus dem weekview LifeCoach 2013 · Autor kb

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