Fünf Finger
„Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses; und nun, dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe!“1.Mose 3,22
Eine Hand mit fünf Fingern kann Erstaunliches leisten. Als Glied des menschlichen Körpers ist sie ein Instrument des Kopfes. Ohne Zusammenspiel von Intelligenz und Hand wäre der Mensch nur ein Theoretiker geblieben. So aber hat er über Jahrtausende enorme Errungenschaften erzielt – Gutes und Schlechtes. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, was er mit seinen Händen anstellt. Diese Hand war es, mit der Eva und Adam nach der verbotenen Frucht am Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen griffen. Nun musste Gott den Schaden begrenzen, dass sie nicht auch noch vom Baum des Lebens aßen.
Gott schützte die beiden Menschen vor sich selbst, indem er sie aus dem Paradies schickte. Sie sollten fortan den weniger fruchtbaren Erdboden bebauen und für ihren Lebensunterhalt sorgen. Die einen beugen sich unter den Fluch und haben Schwielen an den Händen, die anderen gebrauchen ihre Hände für schmutzige und böse Geschäfte – sie überlassen ihre Glieder der Sünde. Wir haben täglich Mühe, den listigen Einflüsterungen zu widerstehen: „Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?" Lasst uns mit unseren Händen und Fingern das Gute wirken und Dinge schaffen, die in der Ewigkeit Bestand haben
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