Elternfreuden
„Freudig frohlockt ein Vater über einen rechtschaffenen Sohn, und wer einen Weisen gezeugt hat, freut sich über ihn.“Sprüche 23,24
Das Gefühlsleben von Eltern ist stark vom Wohlergehen ihrer Kinder abhängig. Das ist das Los liebender Eltern. Ob in Leid oder Freud – sie sind immer voll beteiligt. Wenn die Kinder leiden, dann wäre es ihnen oft lieber, sie hätten die Schmerzen, statt des Kindes. Warum ist das so? Elternliebe ist etwas Besonderes. Sie gründet sich nicht, wie andere Freundschaften auf ein Geben und Nehmen, sondern hat nur den fürsorglichen Aspekt des Gebens im Herzen. Dies bewirkt im Kind eine tiefe Sicherheit, dass es um seiner selbst willen geliebt ist und nicht weil es eine bestimmte Leistung vollbringt.
So entsteht Urvertrauen und geschieht gesundes Wachstum – ohne falschen Zwang. Leider nimmt diese selbstlose Liebe der Eltern heute immer mehr ab. Die Kinder sollen funktionieren, den Eltern Freiraum lassen, am liebsten für sich selbst sorgen. Das wird sich später rächen: Die gute Bindung, die in frühen Jahren nicht aufgebaut wurde, kann später nicht mehr entstehen. Mehr und mehr wird dann die Beziehungslosigkeit der Kinder gegenüber den Eltern sichtbar: Kein Vertrauen, keine Liebe, keine Geduld, „Alter, rück die Kohle raus!“ Aber Kinder, die mit viel Liebe erzogen wurden, sind später dankbar und geben die früh empfangene Liebe und Zeit gerne zurück
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