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← Zurück zum ArchivWo 16 · LifeCoach 2015

Wer bürgt für mich?

Woche 16 · 2015 · Sonntag, 12. April 2015
„Nimm ihm sein Gewand; denn er hat sich für einen Fremden verbürgt, und pfände ihn aus anstelle der Fremden!“
Sprüche 20,16

Eine harte Maßnahme, jemandem sein Gewand nehmen, gehört es doch wie Essen zu den existenziellen Dingen eines Menschen. Es soll allen offenbar werden, dass der Mann etwas sehr Weitreichendes getan hat: Er hat sich für einen Fremden verbürgt. Jemandes Bürge werden ist, wie auch ein Gelübde abgeben, eine sehr ernste Sache. Auch heutzutage laufen Bürgschaften nach diesem Prinzip ab: Mitgehangen – mitgefangen. Das bedeutet, der Bürge steht für die aktuellen oder zukünftigen Schulden eines anderen ein, bis hin zur eigenen Pfändung von Haus und Hof.

In ähnlicher Weise haften Eltern für die von ihren Kindern verursachten Schäden. Man könnte nun sagen, lass bloß die Finger davon. Aber was ist, wenn es um einen Menschen geht, den Sie lieben, über alles lieben? Dann ist Ihnen sein Leben wichtiger als Ihr eigenes. Nun fangen wir auch an zu verstehen, warum Jesus tat, wovor ihn eigentlich jeder warnen musste. Wenn du dich auf die Menschen einlässt, dann wird dich das dein Leben kosten. Aber er hat sich nicht aufhalten lassen. Als sie Jesus verhafteten sprach er: „Wenn ihr nun mich sucht, dann lasst diese gehen“.

Schauen Sie ihn an, wie sie ihm sein Gewand nahmen und ihn ans Kreuz schlugen. Dort hing er für Sie, um Bürge für Sie zu werden, weil Sie sich selbst nicht retten können

Aus dem weekview LifeCoach 2015 · Autor ob

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