... und den Nächsten wie dich selbst
„Das Zweite aber, ihm Gleiche, ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.“Matthäus 22,39
Als Fangfrage war es gedacht: „Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?“, aber es gab Jesus die einzigartige Möglichkeit, das Zentrum des wahren Glaubens zu offenbaren. Klar nennt er zuerst die Liebe zu Gott – denn ohne ihn gäbe es uns nicht – , aber sie ist untrennbar mit der Liebe zum Nächsten verbunden. Das gesamte Gesetz und die Propheten hängen an diesem Zwei-Flunken-Stockanker. Wie gerne hätten die Pharisäer diese beiden Gebote getrennt und die Gottesliebe über die Menschenliebe gestellt, um ihre Lieblosigkeit z.
B. gegenüber ihren Eltern zu rechtfertigen. Dann die listige Frage: „Wer ist mein Nächster?“ Wer hat Anspruch auf meine Hilfe? In der Geschichte vom barmherzigen Samariter zeigt Jesus, dass es nicht um mich geht, sondern um den, der in Not geraten ist und dass ich ihm der Nächste sein soll! Ich soll mich in seine Situation hinein versetzen und ihn so behandeln, wie ich es mir selbst wünsche. Wer will schon, dass die anderen einfach vorbeigehen, wenn man blutüberströmt am Boden liegt, und so tun, als hätten sie einen nicht gesehen?
Das „wie dich selbst“ ist also keine Ermutigung zur Selbstliebe oder zu egoistischem Verhalten, was letztlich nur zur Erfüllung meiner Wünsche und Begierden führt, sondern es meint: „Liebe den Nächsten so, wie wenn dieser Nächste du selbst wärst!“ nach Wolfgang Schneider (www.bibelcenter.de) /
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