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← Zurück zum ArchivWo 14 · LifeCoach 2013

Der Missbrauch von Gottes Namen

Woche 14 · 2013 · Sonntag, 17. März 2013
„… damit ich nicht satt werde und dich verleugne und spreche: Wer ist der HERR? und damit ich nicht verarme und stehle und mich vergreife an dem Namen meines Gottes.“
Sprüche 30,9

Deus lo vult – Gott will es! So rief das Volk als Papst Urban II in einer flammenden Rede 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief. Wollte Gott es wirklich? Es ist sicher keine Übertreibung zu behaupten, dass der Name Gottes der am häufigsten missbrauchte Name weltweit ist. Im Namen Gottes wird gelogen und betrogen. Unter Berufung auf Gott wurden und werden Kriege geführt. Im Namen Gottes werden tyrannische Staatssysteme gebildet und verteidigt. Der Name Gottes muss auch noch die abscheulichsten Verbrechen rechtfertigen. Religionen neigen dazu, ihre Götter für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren.

Im Kern dieses Gebots geht es darum, dass ein Verbrechen nicht mit einem frommen Mantel umhüllt werden darf. Wie schon das 2. Gebot deutlich macht, entzieht sich Gott der menschlichen Verfügungsgewalt. Gott stellt seinen guten Namen nicht für die böse Tat zur Verfügung. So sind die Gebote 2 und 3 die Gebote der Selbstreflexion, des kritischen Nachdenkens über sich selbst, des Hinterfragens der eigenen Gedanken und Standpunkte im Lichte von Gottes Wort. Rechtfertigt der Mensch sein Tun unter Zuhilfenahme von Gottes Namen, oder lässt er sein Tun von Gott rechtfertigen in dessen Namen? Vor dem Hintergrund des 3. Gebots darf gerade der Christ nicht vorschnell sein mit seinem Deus lo vult!

Aus dem weekview LifeCoach 2013 · Autor kb

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