Folgenschwere Vergesslichkeit
„So hüte dich davor, den HERRN zu vergessen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat;“5. Mose 6,12
Vergesslichkeit: ein verpasster Termin, der unangenehme Folgen hat, eine verpatzte Prüfung, nur weil man sich an eine Sache nicht erinnern konnte. Umgekehrt wäre es manchmal gut, schneller zu vergessen: verletzende Worte oder schlimme Erfahrungen. Aber in unserem heutigen Vers geht es um Gott. Wenn wir IHN vergessen und wenn wir vergessen, aus welcher Tiefe Gott uns gerettet hat, dann können wir schnell vom Weg abkommen. Das ist so, als wäre die Radnabe ausgebrochen, das Sonnensystem ohne Sonne, oder die Lampe ohne Stromkabel.
Wie war das bei Israel? Viele Jahre litt das Volk unter der harten Knechtschaft des Pharaos; sie wurden geschlagen, tyrannisiert, ja sogar ihre männlichen Babys mussten sie dem Tode preisgeben. Doch als sie zu Gott schrien, befreite er sie mit mächtiger Hand. Wer nun meint, sie wären danach voller Dankbarkeit gegenüber ihrem Retter gewesen, täuscht sich. Kaum waren sie der Unterjochung entronnen, da regte sich schon ihre Unzufriedenheit und sie sehnten sich zurück nach Ägypten. Und wonach wohl konkret? Nach dem Essen: Fische, Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch.
Man will es nicht glauben, dass der Mensch sowohl die guten neuen, als auch die schlechten alten Dinge so schnell vergisst, und vor allem denjenigen, der einen aus großer Not gerettet hat
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