Ein unterversorgter Körper ist wie eine stumpfe Axt!
„Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen leuchten, weil ich dieses bisschen Honig gekostet habe.“1. Samuel 14,29
Die israelitischen Soldaten waren erschöpft nach der langen Schlacht gegen die Philister. Doch König Saul drohte ihnen: Keiner solle etwas essen, bis er auch den letzten Philister zur Strecke gebracht hätte. In Unkenntnis dieses Banns – er hatte die Ansprache nicht mitbekommen – kostete Sauls Sohn Jonathan von einer Honigwabe. Da wurden seine Augen wieder „leuchtend“ statt wie vorher trüb und matt. Saul brachte durch seinen egozentrischen Bann das Volk „ins Unglück“, da er ihre körperlichen Bedürfnisse missachtete.
Wir würden heute sagen, die Soldaten litten an Unterzucker. Wir fühlen uns dann schlapp und matt, haben Konzentrationsprobleme und vielleicht eine verschwommene Wahrnehmung. Mit einem unterversorgten Körper Leistung bringen zu wollen, ist aber ungefähr so, wie mit einer stumpfen Axt einen Baum fällen zu wollen. Wir Menschen haben nun mal einen Körper aus Fleisch und Blut und tun gut daran, diesem das Seine zu geben. Dazu gehören insbesondere genug Flüssigkeit sowie regelmäßiges und hochwertiges Essen. Das klingt banal und nach gesundem Menschenverstand. Nur leider ist gesunder Menschenverstand nicht immer die allgemeine Praxis.
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