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Christlicher Kommunismus

Woche 38 · 2013 · Sonntag, 1. September 2013
„Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam; sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war.“
Apostelgeschichte 2,44-45

Hüpft nicht das Herz jedes Kommunisten höher, wenn er liest, wie in den Gründerzeiten des Christentums allen alles gemeinsam war? Doch wo liegen die Unterschiede dieser beiden Sozialformen in punkto Motiv, Ziel und Umsetzung? Was sagt die Bibel über Besitz und Macht? Im Kommunismus wird die Gleichschaltung aller Menschen zum „Wohle aller“ vom Staat verordnet. Jesus aber lehrt: Jeder Mensch ist für seinen Besitz selbst verantwortlich. Jedoch hat er auch Verantwortung für seinen Nächsten und darf seine Augen nicht vor dessen Not verschließen.

Kommunismus scheitert immer wieder an seiner irdischen Begrenztheit, vor allem am Egoismus des Menschen, der seinen „Ego-Kapitalismus“ nicht völlig unterdrücken kann und will. Wenn wir im Neuen Testament lesen, dass die junge, schwer verfolgte Christengemeinde alles Geld und Gut zusammen legte und es zum Überleben aller gerecht verteilte, war dies ein Akt der Freiwilligkeit, der Liebe und der augenblicklichen Not. Nichts hätte schon damals das christliche Zeugnis mehr zerstört als eine zwangsweise auferlegte Güterverteilung.

Warum beteiligten sich damals die meisten Christen daran? Weil sie von der Liebe Christi gedrängt wurden. Eines können wir daraus sicher lernen: Gott will unser Herz und nicht in erster Linie unsere „guten Taten“! Die sind nämlich ohne Liebe nicht viel wert. aho

Aus dem weekview LifeCoach 2013

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