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Oh Nein – nur ein Gott!

Woche 06 · 2013 · Sonntag, 20. Januar 2013
„Im Anfang […] Gott!“
1. Mose 1,1

Dass es nur einen wahren Gott geben darf, ist für unsere Zeit ein unerträglicher Gedanke. Denn die Moderne liebt – wie die Antike – die Vielfalt der Götter (das Pantheon) mehr als den Glauben an den einen Gott. Letzterer sei ein barbarischer Aberglaube, meinte Cicero. Und ein anderer antiker Schreiber bezeichnete die Juden deswegen sogar als Menschenfeinde. So treffen sich die antiken Intellektuellen mit den modernen. Ein wahrer und absoluter Gott darf nicht mehr sein. Viele Götter muss es geben. Wer für sich beansprucht, an den einen wahren Gott zu glauben – und nicht weniger fordert das 1.

Gebot – setzt sich dem Vorwurf des intellektuellen Selbstmords aus und ist somit kulturlos, ungebildet, ja sogar gefährlich. Dabei schützt gerade das 1. Gebot vor jeder Form menschlicher Ideologie. Ideologien (von engl. idol, Abbild, Götze) sind deshalb so brisant, weil sie eine Idee oder eine Weltanschauung als absolut betrachten und damit an die Stelle Gottes setzen! Der Gedanke geht der Tat voraus, wie der Blitz dem Donner, weiß Heinrich Heine. Der Gedanke aber gründet sich im Glauben an einen Gott. Die Vergottung von Rasse und Führer, sowie die Vergötzung von Staat und Partei haben gezeigt, wozu menschliche Götter fähig sind. Millionen von Opfern klagen an. Wer neben dem wahren Gott andere Götter gelten lässt, öffnet der Barbarei das Tor und nicht umgekehrt

Aus dem weekview LifeCoach 2013 · Autor kb

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