Die vier Evangelien – zuverlässige Berichterstattung
„Und die Gestalt ihres Angesichts war das Angesicht eines Menschen; und rechts hatten die vier das Angesicht eines Löwen, und links hatten die vier das Angesicht eines Stieres, und das Angesicht eines Adlers hatten die vier.“Hesekiel 1,10
Wenn ich über ein kontroverses Thema gut informiert sein will, stütze ich mich nicht nur auf eine Quelle. Warum? Weil unterschiedliche Quellen helfen, ein verlässlicheres Bild zu liefern. So ist es auch mit den Schilderungen über Jesus in der Bibel. Es berichten vier Männer, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Ein Zöllner (Matthäus), ein Sklave (Markus), ein Arzt (Lukas) und ein Fischer (Johannes). Lukas und Johannes kamen aus einem religiösen Umfeld; Matthäus und Markus hatten mit dem Glauben nichts zu tun. Matthäus und Johannes waren Augenzeugen und zogen dreieinhalb Jahre mit Jesus durch die Lande.
Als die beiden anderen (Markus und Lukas) recherchierten war Jesus nicht mehr auf der Erde. Markus und Johannes verfassten ihre Berichte chronologisch, Matthäus und Lukas ordneten sie thematisch. Matthäus betonte die Herrlichkeit Jesu als König Israels (Löwe), Markus Jesu Schönheit als demütiger Knecht (Stier), Lukas beschrieb, wie vollkommen sich Jesus als leidender Mensch verhielt (Mensch), während Johannes seine Erhabenheit als Sohn des Vaters (Adler) hervorgehoben hat. Um ein dreidimensionales Bild aufzunehmen, braucht es zwei Kameras. Die Geschichte Jesu wurde aus vier Blickwickeln aufgezeichnet. Wie zuverlässig muss das Ergebnis sein?
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