Finde das Gleichgewicht
„Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr.“Lukas 15,20
Auf der einen Seite ist es uns wichtig für hohe Maßstäbe und Ideale, für Tugenden, Fleiß und Beharrlichkeit einzustehen, auf der anderen Seite spüren wir, wie weit wir oft selbst mit unserem Leben davon entfernt sind. Unsere Unvollkommenheit ist tägliche Realität: wieder zwei Sachen gleichzeitig tun wollen, dem Gegenüber zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, unwirsch reagiert. Aber es lohnt sich, wenn wir uns dieser nüchternen Selbstkritik, sowie der Kritik anderer stellen. So ist es eben: wir haben noch viel Luft nach oben.
Doch dann kommt die sanfte Erinnerung: Es geht in erster Linie nicht darum, dass du perfekt bist, sondern, dass du so wie du bist, angenommen und geliebt bist. So, wie du bist darfst du kommen und Gott nimmt dich in die Arme. Du darfst deinen Mangel, dein Versagen und deine Kraftlosigkeit Gott, aber auch dir selbst eingestehen und dich bei Gott ausweinen. Und wenn du mal kritisiert wirst, dann ist es nicht, um dich fertig zu machen, sondern um dich vorwärts zu bringen. So gut und wichtig hohe Ziele sind, darf das Bewusstsein „geliebt zu sein“ nie fehlen. Wir lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat. Daraus entspringt unsere Motivation und das gibt uns Kraft
Notiere dir in welchem Bereich du „unvollkommen“ bist. Setze dich mit deinen Maßstäben auseinander und schreibe dir auf wo du Sie selbst nicht halten kannst.
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