Kontrolliertes Vertrauen – Kluges Vertrauen statt Gutgläubigkeit!
„Der Gedankenlose glaubt allem Geschwätz, der Kluge achtet auf seinen Schritt.“Sprüche 14,15
Die lebende Fußballtrainer-Legende Otto Rehhagel prägte einmal den Begriff der „kontrollierten Offensive“. Damit meinte er ein angriffsorientiertes Spiel, das aber dennoch besonnen und konterresistent sein sollte. Dieses Prinzip der wohltemperierten Balance zwischen zwei Gegensätzen können wir auch auf das zwischenmenschliche Miteinander übertragen. Dieses beruht bekanntlich auf Vertrauen – jedenfalls ist es ohne Vertrauen unmöglich. Auf der anderen Seite ist blindes Vertrauen schlecht. Es kann dazu führen, dass Menschen ausgenutzt werden und Schaden nehmen, außerdem ist es ein Zeichen von Unreife.
Wie also können wir zwischen der Scylla der Gutgläubigkeit und der Charybdis des totalen Misstrauens hindurchschiffen? Zum einen müssen wir lernen, die Dinge genau zu prüfen gedankenloses Hinnehmen verboten! Zum anderen müssen wir lernen, auf unsere „Schritte“, sprich unser Handeln, zu achten. Keines von beiden schließt Vertrauen aus. Wir sollten also mit einer grundsätzlich wohlwollenden Haltung an Menschen herangehen, dabei aber stets unsere „Augen offen halten“. ac
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