Feiern gegen die Vergesslichkeit – Ein Einblick in die Psychologie des Feierns
„Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern …“2. Mose 23,14
Feiern hat heutzutage viele Funktionen – Erinnerungshilfe ist selten dabei. Für die Israeliten stand die Erinnerung jedoch im Mittelpunkt ihrer göttlich angeordneten Feiern. Dreimal im Jahr sollten sie ein Fest feiern. Alle drei Feste dienten der Erinnerung: das Passah der Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten, und das Ernte- sowie das Weinlesefest der Erinnerung an Gottes Segen bei der Ernte. Für die Israeliten war das tatsächlich wichtig, wie sich zeigen sollte. Immer wieder vergaßen sie ihren Gott und wandten sich nichtigen Götzen zu.
Aus der Lernpsychologie (und eigener Erfahrung) wissen wir, dass sich etwas umso besser einprägt, je öfter wir damit konfrontiert sind. Umgekehrt funktioniert unser Gedächtnis schlecht, wenn wir Erlebnisse oberflächlich behandeln und schnell zum Nächsten übergehen. Das gilt bemerkenswerterweise auch für eigene Erfolge: Wer sie nicht feiert, neigt dazu, sie zu vergessen! Wir haben also einen erheblichen Einfluss darauf, wie unsere Erinnerung gefärbt ist, was natürlich wiederum einen großen Einfluss auf die Gegenwart ausübt.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Erfolge gebührend zu feiern! Wenn Sie diese Highlights auch noch gut dokumentieren, verstärken Sie den Erinnerungseffekt zusätzlich. ac
Notieren Sie unbedingt Erfolge dieser Woche im Wochenresümee. Vielleicht ist darunter auch einer, der besonders gefeiert werden will?
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