Veränderung als Lebenseinstellung – Die eigenen Überzeugungen hinterfragen!
„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“Römer 12,2
Immer, wenn bei der Aburteilung eines unliebsamen Menschen alle ins gleiche Horn blasen, überkommt mich eine fröstelnde Skepsis. Diese vermeintliche Einigkeit, die voller Überzeugung und ohne den Betroffenen jemals angehört zu haben, am liebsten sofort zur Selbstjustiz schreiten würde, befremdet mich. Hinter jeder Art von Gleichförmigkeit verbirgt sich die Gefahr der Blindheit. Man steckt sich gegenseitig an und wird Meister darin, die blinden Flecken und die Schwachstellen der eigenen Argumentation zuzudecken. Die Angst wegen einer gegensätzlichen Meinung diskreditiert zu werden, hat unsere freie Meinungsbildung korrumpiert, viele zu ideologisierten Mitläufern gemacht und zuhauf bequeme Kuscher hervorgebracht.
Paulus ermahnt hier in aller Schärfe sich eine gesunde Distanz zum allgemeinen Konsens zu bewahren, um für innere Veränderungen durch den Geist Gottes offen zu bleiben. Lebendige Fische schwimmen gegen den Strom. Sie stellen sich schwierigen Situationen, schauen ihnen mutig und unverdrossen ins Auge. Sie wagen es aufzustehen. Nur wer bereit ist zu leiden, sich ein Stück weit zu blamieren, sich gegen die große allgemeine Meinung zu stellen, hat offene Augen für die Wahrheit
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