Nicht perfekt, aber vollkommen!
„Deshalb sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“Matthäus 5,48
Was unterscheidet große Menschen von durchschnittlichen? Unter anderem ist es ihr Streben nach Vollkommenheit. Wer jetzt befürchtet, ich fördere ungesunden Perfektionismus, der sei beruhigt: Vollkommenheit ist nicht Perfektionismus. Aber dazu gleich. Das Streben nach Vollkommenheit ist essenziell, um Großes zu erreichen. Wer kein Freiheitsideal vor Augen hat, wird kaum für mehr Freiheiten sorgen; ohne das Ideal eines spritsparenden Sportflitzers würden unsere Autos wohl kaum ökonomischer und gleichzeitig schneller werden.
Wer strebt, verändert sich. Dabei hatte Jesus vor allem das moralische Vorbild des himmlischen Vaters im Blick. Ist das nicht viel zu hoch gegriffen, sind da Frustration und ungesunde Selbstanklage nicht vorprogrammiert? Nein, von Seiten Gottes gibt es keinerlei Anklage mehr für alle, die ihr Heil in Christus gesucht haben (Römer 8,1). Auch erwartet Gott hier auf Erden keine Perfektion (perfectus = lat. „fertiggestellt"). Wir sind zeitlebens eine Baustelle, können aber mit Hilfe Christi Gottes moralischen Charakter nachahmen. Darin liegt wahre Vollkommenheit. ac
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