Wenn einen die Situation völlig überfordert ...
„Hiskija nahm das Schreiben der Boten in Empfang und las es. Dann ging er in den Tempel, breitete es vor Jahwe aus und betete ...“2. Könige 19,14
Juda war nur noch ein kleines Königreich, das um seine Existenz kämpfte. Vorbei die glorreichen Tage Salomos, als sich Israel noch von Damaskus bis zum Roten Meer und vom Mittelmeer bis zum Euphrat erstreckte. Umso schwerer wog es, als König Hiskija (725 bis 698 v. Chr.) vom übermächtigen assyrischen König Sanherib die Drohung erhielt: „Lass dich von deinem Gott nicht täuschen... Denke nicht, dass Jerusalem dem König von Assyrien niemals in die Hände fällt!" Hiskija tat das einzig Richtige. Er breitete den Brief Sanheribs vor Gott aus und betete.
Gott sollte hersehen, wahrnehmen, in welch prekärer Lage Juda war! Außerdem ging es ja nicht nur um Juda, sondern auch um Gott, welchen Sanherib verspottet hatte. Gott antwortet sofort durch den Propheten Jesaja und ermutigt Hiskija (siehe auch Tagesimpulse). Dann zeigt er seine gewaltige Macht: Noch in der gleichen Nacht tötete ein Engel Gottes 185.000 Mann der assyrischen Armee (2. Könige 19,35). Sanherib war erledigt und zog ab. Tun Sie es Hiskija gleich, wenn die Umstände Sie übermannen. Rufen, schreien Sie zu Gott. Wir brauchen ihn sowieso immer, aber besonders wenn es uns zu viel wird. Welch eine unerschöpfliche Kraftquelle und Ressource liegt hier! ac
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