Wunder – Schlüssel zur Wirklichkeit
„Ist das nicht der Sohn von Josef?“Lukas 4,22
Einige der Zuhörer Jesu hielten ihn für den Sohn von Josef und Maria, also einen Menschen, gezeugt und geboren von Menschen. Geboren stimmt. Gezeugt nicht. Aus anderen Gründen, als die Juden damals in Kapernaum, lehnen Theologen und in ihrem Kielwasser viele Menschen die Jungfrauengeburt ab. Sie sei biologisch unmöglich. Sie breche die uns bekannten Naturgesetze und kann deshalb nicht stattgefunden haben. Mit einem Wort: Wunder gebe es nicht. Doch die Bibel ist voll davon. Schon die Erschaffung Adams ist ein Wunder.
Oder entspricht es den Naturgesetzen, Erdboden zu nehmen und ihm Leben einzuhauchen? Ist es „natürlich“, dass sich das Rote Meer teilt, Feuer vom Himmel nasses Holz entzündet, Blinde wieder sehen und Tote auferweckt werden? Wer die materielle Welt als letzte Realität betrachtet, ist ein Materialist. Doch obwohl die Materie real ist, ist geistliche Wirklichkeit dahinter ihr Ursprung und Taktgeber. Ohne Wunder können wir Gott nicht verstehen, wir würden ihn gleichsam in einen Käfig der Gleichgültigkeit und Untätigkeit sperren.
Ohne Wunder gibt es keinen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit. Gegen Wunder gibt es kein zwingendes Argument. Für Wunder sprechen die Augenzeugen. Maria wusste, dass Josef nicht der Vater war. ac
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