Das Immunsystem
„Und ich habe Wächter über euch bestellt, die rufen: Achtet auf den Schall des Horns!“Jeremia 6,17
Täglich prasseln Milliarden von Bakterien und Viren auf uns ein. Viele davon könnten uns krank machen. Dennoch stecken wir uns vergleichsweise selten an. Unsere Immunabwehr ist ein geniales Mehrstufensystem, das einer näheren Betrachtung wert ist. Zunächst einmal verhindert die passive Immunabwehr, dass überhaupt Erreger ins Blut gelangen: die Hautbarriere, Tränenflüssigkeit, die Magensäure, Nasen- und Bronchienschleimhaut fangen Eindringlinge schon vorher ab. Sollten doch ein paar Viren oder Bakterien weiter vordringen, bekommen sie es mit den sogenannten Fresszellen zu tun, eine spezielle Form von weißen Blutkörperchen.
Diese umfließen den Erreger und verdauen ihn. Die Fresszellen fungieren dabei als „Wächter“, die als Vorhut unerwünschten Besuch unschädlich machen und, falls der Schurke nicht allein ist, die „Armee“ alarmieren. Dabei präsentieren sie auf ihrer Oberfläche Bruchstücke des verdauten Erregers, welche von T-Helferzellen wahrgenommen werden. Die T-Helferzellen, die „Generäle“ der Immunarmee, koordinieren den Gegenschlag, indem sie die erstens B-Zellen aktivieren und zweitens T-Gedächtniszellen bilden, die bei erneutem Angriff dieses Erregers sofort reagieren.
Die B-Zellen stellen als „Waffenfabriken“ hochspezialisierte Antikörper her, eine Art Lenkwaffe, welche die Erreger binnen kurzer Zeit unschädlich macht. Genial. ac
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