Robin Hood
„Er wird den Elenden des Volkes Recht verschaffen; er wird die Kinder des Armen retten, und den Bedrücker wird er zertreten.“Psalm 72,4
Wer kennt nicht den Spruch: „Nimm‘s den Reichen, gib‘s den Armen!“ So, oder ähnlich lautete das Motto Robin Hood‘s, dem „König der Diebe“ aus dem Sherwood Forest. Ob nun die Figur des Robin Hood tatsächlich existierte oder nicht: das oben genannte Motto macht ihn uns auf Anhieb symphatisch, nicht wahr? Nicht umsonst wurde die Geschichte des „Rächers der Enterbten und Beschützers der Witwen und Waisen“ x-mal verfilmt, und fast jede Version war ein Kassenschlager. Bei aller Kino-und Sozialromantik sollten wir jedoch nicht vergessen: trotz seiner Emphatie für die Armen ist Robin Hood immer noch – ein Dieb!
Gott gab sein Gebot nicht zu stehlen ohne Wenn und Aber. Er lässt keinen Spielraum für Interpretationen. Der Zweck einer Sache heiligt eben nicht die Mittel! Wären wir in Robins Rolle und könnten den Besitz umverteilen, würden wir trotz edler Motive Schuld auf uns laden, Gottes Gebot übertreten und unser Gewissen belasten. Außerdem würden wir uns Feinde machen (die Bestohlenen) und schließlich wären unsere „Geldumverteilungsaktionen“ Keimzellen für neue, unvorhersehbare Ungerechtigkeiten. Darum lassen wir besser Gott über die Reichen und Superreichen dieser Welt richten. Er weiß, wer seinen Besitz rechtmäßig und wer ihn unrechtmäßig erworben hat. Und sein Gericht wird absolut gerecht sein. aho
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