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← Zurück zum ArchivWo 21 · LifeCoach 2013

Der Sabbat und die Würde des Menschen

Woche 21 · 2013 · Sonntag, 5. Mai 2013
„Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.“
Markus 2,27

Zeitforscher sprechen davon, dass wir heute in einer Beschleunigungsgesellschaft leben. Es werden immer mehr Aktivitäten gleichzeitig getan. Auto fahren und Telefonieren, Telefonieren und Surfen, Zug fahren und Arbeit am Laptop. So wird Zeit verdichtet, d.h. „beschleunigt“. Der Einzelne ertrinkt in Hetze. Hinzu kommt, dass der moderne Mensch permanent „on-lein“ ist. Ange-leint vom Arbeitgeber oder den Medien, wird er digital Gassi geführt. Ob abends oder im Urlaub – stets ist man erreichbar, weil man noch etwas tun muss oder verpassen könnte.

Bonhoeffer mahnt zu Recht, wenn er … die Rückkehr von Zeitung und Radio zum Buch, von der Hast zur Muße… fordert. Und weiter: Quantitäten machen einander den Raum streitig, Qualitäten ergänzen einander. Weniger ist mehr. Qualität statt Quantität. Lebensqualität liegt nicht in der Ausnutzung aller Möglichkeiten. Gott gibt kein Arbeitsgebot, sondern ein Ruhegebot! Das Sabbatgebot ruft den Menschen weg von der banalen Existenzsicherung, hin zu Gott. Im Aufschauen auf den Schöpfer- und Erlösergott entfaltet sich der Geist des Menschen.

Für diesen gehaltvollen Blick ist der Sonntag vor allen anderen Dingen gedacht. Am Sonntag darf der Mensch zur Ruhe kommen, sich besinnen und erholen. Dem Alltag so seine Grenze setzend, gibt das Sabbatgebot dem Menschen seine Würde zurück. Die Arbeit ist nicht das Leben. Gott ist das Leben

Aus dem weekview LifeCoach 2013 · Autor kb

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