Zwölf Apostel
„Und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt.“1.Korinther 1,27-28
Was kann man mit Dieben, Duckmäusern und Feiglingen anfangen? Wer etwas bewegen will, sollte sich andere Leute suchen. Genau solche erwählte sich Jesus als Apostel. Einer von ihnen klaute Geld aus der Gemeinschaftskasse und verriet Jesus für ein paar Silberlinge. Ein anderer verleugnete ihn als es brenzlig wurde. Die anderen waren schon vorher davongelaufen. Hätte Jesus nicht eine bessere Wahl treffen können? Gestandene Männer die kämpfen können, wenn es darauf ankommt? Leute, die aufrichtig durchs Leben gehen? Moralisch einwandfreie Mitbürger und religiöse Respektspersonen?
Bei Gott zählen andere Dinge. Er fühlt sich besonders zu den Schwachen und Verachteten hingezogen. Denn nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch Ruhe geben" war seine Predigt. Und wer hätte gedacht, dass diese Jünger, eine Handvoll mittelloser und ungebildeter Leute, später die ganze damalige Welt auf den Kopf stellen würden. Im ganzen Mittelmeerraum verkündigten sie furchtlos die frohe Botschaft vom auferstandenen Jesus. Sie ließen sich dafür verachten, einsperren und sogar töten. Gott macht aus Verlierern Helden. Bei Gott kann man gar nicht so schwach und sündig sein, dass er nicht etwas Großes aus einem machen könnte
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