Elf beugen sich vor Einem
„Er hatte aber noch einen anderen Traum, den erzählte er seinen Brüdern auch und sprach: Seht, ich habe wieder geträumt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder!“1.Mose 37,9
Da war sogar der Papa sauer, als sein Lieblingssohn das zweite Mal von einem Traum erzählte, wo sich andere vor ihm niederbeugen. Und dieses Mal gaben ihm auch noch Vater und Mutter die Ehre. Das ging Jakob dann doch zu weit. Die Rede ist von Josef, dem 11. Sohn Jakobs. Hatten ihn seine Brüder schon vorher gehasst, weil ihr Vater ihn bevorzugte, so steigerte sich ihre Eifersucht nun ins Unermessliche. Mordgedanken beherrschten sie! Als dann die Gelegenheit kam, verkauften sie ihren um Gnade flehenden Bruder als Sklaven nach Ägypten.
Dem Vater täuschten sie vor, ein wildes Tier hätte ihn zerrissen. Nie sollte sich Jakob von diesem Schmerz erholen. Jahre später: eine Hungersnot bringt die Familie in arge Bedrängnis. Sie hören, dass es in Ägypten Getreide gibt. Diesmal sind es die Brüder, die um Erbarmen bitten, nicht ahnend, dass sie sich vor ihrem Bruder niederwerfen. Denn er war mittlerweile zur rechten Hand des Pharao aufgestiegen. Würde er jetzt Rache üben? Nein, aber bevor er sich mit ihnen versöhnen kann, müssen sie begreifen wie herzlos sie gegen ihn und ihren Vater waren.
Als Josef merkt, dass es ihnen ernsthaft leidtut, gibt er sich zu erkennen und sie liegen sich weinend in den Armen. So sehnt auch Gott sich danach, uns zu vergeben. Aber vorher müssen wir einsehen, dass wir schuldig sind und in Rebellion gegen Gott leben
Im gedruckten weekview LifeCoach steht dieser Impuls auf der Sonntagsseite Deiner Woche – mit Platz für Deine Gedanken, Ziele und die Wochenreflexion.
LifeCoach 2027 ansehen