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Die Macht des Wortes: Wir ernten die Worte, die wir säen

Woche 37 · 2011 · Sonntag, 28. August 2011
„… und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als diese [beiden Gebote] ist kein anderes Gebot.“
Markus 12,31

„Kalte Worte lassen Menschen erstarren, hitzige Worte schmerzen. Bittere Worte machen bitter, und zornige Worte machen zornig. Freundliche Worte bringen gleichfalls ihr Abbild im Gemüt des Menschen hervor: Sie erheitern, besänftigen und trösten." – besser als Blaise Pascal kann man das kaum ausdrücken. In einer Zeit, in der Menschen öffentlich verspottet, beleidigt und beschimpft werden (ein Abend TV-Programm genügt, um sich davon zu überzeugen), sind „gute" Worte sehr selten geworden. Und doch wünschen wir uns alle einen freundlichen Zuspruch, ein ernst gemeintes Lob oder ein verständnisvolles Wort.

Wieso kommt uns ein freundlicher Satz oft so schwer über die Lippen? Wieso machen wir nicht einfach den Anfang? Wer darauf wartet, dass andere zuerst freundlich sind, gehört in den Kindergarten. Der Schlüssel für einen positiven Umgang miteinander, liegt bei jedem einzelnen selbst. Der evangelische Pfarrer Ernst Modersohn wurde einmal gefragt, warum ihn die Leute auf der Straße immer freundlich grüßen würden. Der weise Geistliche antwortete: „Ich habe sie jahrelang zuerst gegrüßt." In unserem Umfeld gibt es viele Menschen, die Zuspruch und Trost brauchen.

Es ist unsere Verantwortung, ihnen zu begegnen. Wenn wir wirklich unseren Nächsten wie uns selbst lieben wollen, sollten wir mit dem Naheliegenden beginnen: Einem freundlichen Wort.

Aus dem weekview LifeCoach 2011

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