Der Blick hinter die Kulissen des Erbarmens
„Wer sich des Geringen erbarmt, leiht dem Herrn; und Er wird ihm seine Wohltat vergelten.“Sprüche 19,17
„Was bringt mir das?“, „Ist es den Aufwand wert?“ Auch wenn wir es nur denken, es zeigt wie unser Miteinander oft mehr von Egoismus als von Liebe geprägt ist. Dabei ist es durchaus sinnvoll, darauf zu achten, unsere Zeit, unsere Kraft, unser Geld nicht für unnütze Dinge zu vergeuden, aber wenn es um die Beziehung zu anderen Menschen geht, dann ist es unpassend. In unserem Leitvers geht es zudem um schwache Menschen, um Geringe, die wenig Beachtung finden. Es geht aber nicht in erster Linie um Almosen, sondern um eine Herzenshaltung echten Erbarmens.
Nicht der Aspekt „was bekomme ich dafür“ steht im Vordergrund, sondern der Mensch, der Hilfe braucht. Es beginnt mit einem Blick, einem Gespräch, aus dem Vertrauen und tieferes Verständnis erwächst und endet in einer echten Hilfeleistung. Dann dürfen wir noch einen Blick hinter die Kulissen tun: In Wirklichkeit hat derjenige, der sich des Geringen erbarmte nicht ihn, sondern Gott beschenkt. Da sich Gott aber nicht beschenken lässt, sondern nach dem Maß Seiner Herrlichkeit zurückerstattet, ist schließlich der Gebende der Beschenkte. Der Segen ist vielfältig: Fröhlichkeit, Genügsamkeit, Gelingen und Bewahrung – alles Dinge, die man nicht kaufen kann
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