Achtung, verzögerte Wirkung!
„Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.“Galater 6,9
Wie viele andere Gesetzmäßigkeiten aus den Naturwissenschaften lässt sich auch das Hysterese-Verhalten auf unser Leben anwenden. Wer das Prinzip verstanden hat, wird manches gelassener sehen. Die Hysterese-Funktion verzögert die Wirkung einer Aktion. Magnetisiert man Eisen, so dauert es eine gewisse Zeit bis es magnetisch ist, umgekehrt bleibt der Magnetismus danach eine Weile erhalten. Hier lernen wir, dass zuerst investiert werden muss. Ein Beispiel ist die Pflanzenwelt, wo die Frucht auf sich warten lässt. Gut Ding braucht Weile.
So müssen wir in vielen Bereichen unseres Lebens zuerst Engagement zeigen, bevor wir ein Return-of-Invest erhalten. Ob Werben, ob Lernen, ob Loben, nie sollten wir eine schnelle Reaktion erwarten. Das Ergebnis ist selten unmittelbar sichtbar, sondern lässt meistens auf sich warten. Wohl dem der fleißig und geduldig ist. Wie erwähnt gibt es den Hysterese-Effekt auch andersherum: „Der Vater erstellt’s, der Sohn erhält’s und beim Enkel zerfällt’s“. Oft sind wir auch nur Nutznießer von Leistungen, die andere oder wir selbst erbracht haben und sich jetzt positiv auswirken. So sollten wir Erfolge richtig einschätzen und dem die Ehre geben, dem die Ehre gebührt.
Wo hast du solche Hysterese-Erfahrungen in deinem Leben gemacht? Notiere dir deine Schlussfolgerungen.
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