Geschaffenes braucht Beurteilung
„Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.“1. Mose 1,12
Immer wieder tauchen in Genesis die Worte auf: „Und Gott sah, dass es gut war." Damit wird ein Ziel deutlich, nämlich etwas Gutes und Vollkommenes zu schaffen. Beurteilt wird am Ende eines Tages (1., 3., 4., 5. Tag), nach einem Meilenstein (2. – 3. Tag) bzw. nach Abschluss des Projektes (6. Tag). Es gibt einige Gründe, das Getane zeitnah einer Beurteilung zu unterziehen: 1) Dann ist noch alles frisch und gegenwärtig und man weiß noch, weshalb man gewisse Dinge getan hat. 2) Zudem empfinden wir einen Arbeitsschritt erst dann als abgeschlossen, wenn er bewertet wurde.
3) Daraus folgt, dass man erst dann etwas Neues beginnen sollte, wenn das Alte ordentlich beendet ist, da es uns sonst unnötig weiter belastet. Nach der Begutachtung braucht es dann eine „schöpferische Pause", in der es nicht ums Arbeiten und Bewerten geht, sondern wo einfach nur ausgeruht und durchgeatmet wird. Dies geschieht zum einen täglich in der Nacht, zum anderen nach sechs Tagen, wo Gott einen kompletten Ruhetag vorgesehen hat. Das heißt, ein Siebtel, 24 Stunden bzw. 14 % von sieben Tagen sind frei zu halten von Arbeit und zum Auftanken vorgesehen. So hat Gott es gewollt und damit nebenbei arrangiert, dass der erste Tag, den Adam und Eva erlebten, ein Ruhetag war
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