Zwei Ohren, ein Mund
„Daher, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“Jakobus 1,19
„Hätte ich doch bloß den Mund gehalten." Kennen Sie den Gedanken? Nicht selten ist unsere Zunge schneller als unser Verstand. Vielleicht hat man nicht richtig zugehört und schon führt ein Missverständnis zu einem Wortschwall zorniger Ausdrücke. In solchen Momenten sind wir uns oft nicht bewusst, dass unsere Worte tiefe Wunden hinterlassen können. Einmal loben wir mit unserer Zunge und erfreuen jemanden, ein andermal bringen wir jemanden zum Weinen indem wir ihn verletzen. Ein aufmerksamer Blick in den Spiegel lässt uns eine interessante Entdeckung machen.
Unser Schöpfer gab uns zwei Ohren – wir sind also gut ausgerüstet zum Zuhören. Auch haben wir zwei Augen – es fehlt uns nicht an der notwendigen Ausstattung um auf unsere Mitmenschen zu achten und ihre Gesten wahrzunehmen. Dass es besser ist, aktiv zu helfen als schöne Worte zu machen, erkennen wir an der Zahl unserer Hände: zwei. Und dann haben wir noch zwei Füße, die uns daran erinnern, dass wir vielleicht wieder mal für die kränkliche Nachbarin zum Einkaufen gehen oder jemand Einsamen zu einem Spaziergang einladen könnten.
Interessant, dass wir von diesen Körperteilen jeweils zwei haben, aber nur einen Mund und eine Zunge. Auch in der Heiligen Schrift finden wir eine gute Richtschnur dazu: Wir sollen schnell sein zum Hören, aber langsam zum Reden
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